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Termine


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Ilfeld entdeckt seine Wurzeln neu – und Sie können live dabei sein.

Ilfeld entdeckt seine Wurzeln neu – und Sie können live dabei sein. Am Freitag, 13. März, 19.00 Uhr lädt die Krypta des Museums in der Neanderklinik Harzwald zu einem außergewöhnlichen historischen Abend ein.

In einem neuen Bild‑ und Quellenvortrag zeigt Tim Schäfer, wie weit die Geschichte Ilfelds tatsächlich zurückreicht – bald 900 Jahre und mehr. Viele dieser Spuren waren über Jahrzehnte kaum mehr präsent: erst durch die DDR‑Zeit, davor durch den Nationalsozialismus, später durch fehlende Forschung. Umso wertvoller ist es, dass wichtige Urkunden, Artefakte und Regesten erhalten geblieben sind.

Der Vortrag führt zu den Hohnsteiner Grafen, deren Ilfelder Linie spätestens ab den 1170er Jahren das Tal prägte und das Kloster Ilfeld gründete – ein Kloster, das unter direktem Schutz mehrerer Päpste stand. Ein besonderes Highlight: die Einordnung der Pilgerreise Heinrichs des Löwen nach Jerusalem (1172), bei der ein Graf von Hohnstein als hochrangiger Begleiter genannt wird. Ein eindrucksvoller Beleg für die Bedeutung dieses Geschlechts im Reich, insbesondere im Herzogtum.

Und: Schon um 1230–1250 bestand in Ilfeld ein Hospital für Arme – belegt durch die Urkunde des Bischofs Konrad von Friedberg (1257) mit einem 40‑Tage‑Ablass. Diese frühe Fürsorge ist die älteste nachweisbare Wurzel der heutigen Neanderklinik Harzwald.

Der Vortrag ist das Ergebnis von drei Jahren intensiver Quellenarbeit und ergänzt den Kulturmoment von 2024 um neue, bislang kaum erzählte Aspekte der Ilfelder Geschichte.

Eintritt frei. Mit Wein, Getränken und kleinem Snackangebot. Ein Abend für alle, die Ilfeld, Neustadt und Harztor mit neuen Augen sehen wollen.

Neander Kulturmomente 2026 – Museum Krypta der Neanderklinik Harzwald.

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Vortrag Krypta Tim

Konzert Frühlings-Erwachen mit Ronald Gässlein- Neander Kulturmomente

Datum: Freitag, 20. März 2026 Uhrzeit: ab 19:00 Uhr Ort: Museum Krypta der Neanderklinik Ilfeld Eintritt: frei – Spenden willkommen Anmeldung: 036331-350

Der Frühling zieht musikalisch ein! Mit dem Konzert „Frühlingserwachen 2026“ laden wir Sie herzlich zu einem besonderen Abend voller Lebensfreude und musikalischer Wärme ein. In der stimmungsvollen Atmosphäre der historischen Krypta begrüßen wir gemeinsam mit dem Künstler Ronald Gäßlein die neue Jahreszeit.

Freuen Sie sich auf ein Programm mit gefühlvollen Melodien, das die dunklen Wintertage hinter sich lässt und die Seele berührt. Ob als Bewohner, Gast oder Musikliebhaber aus der Region – dieser Neander Kulturmoment bietet Raum für Begegnung, Genuss und neue Energie. 

Lassen Sie sich verzaubern – wir freuen uns auf Ihr Kommen!

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Konzert Gässlein Neander

Filmvorführung und Gespräch zu NAPOLA / NPEA Ilfeld und Ilfelds Rolle bis 1945

Filmvorführung und Gespräch zu NAPOLA / NPEA Ilfeld und Ilfelds Rolle bis 1945 Freitag, 24. April 2026, 17:00 Uhr –

In Ilfeld gab es eine NAPOLA, die zu den führenden Nationalpolitischen Erziehungsanstalten (NPEA), den Eliteschulen des NS‑Staates zählte“

„Geschichte wird erst dann greifbar, wenn wir sie am Ort ihres Geschehens betrachten.“

Am Freitag, dem 24. April 2026, lädt die Neanderklinik Harzwald in Ilfeld zu einer besonderen Veranstaltung ein: Erstmals wird der Film über die Nationalpolitische Erziehungsanstalt (NAPOLA / NPEA) Ilfeld am historischen Ort selbst gezeigt – dort, wo die nationalsozialistische Eliteerziehung einst stattfand und wo heute ein Ort der Heilung und des sozialen Miteinanders steht.

Die Vorführung wird begleitet von einer Diskussion mit Dr. Roche, der seit Jahren zu den Strukturen, Funktionsweisen und ideologischen Zielsetzungen der NAPOLAS forscht. Ihre Beiträge öffnen den Blick auf die Mechanismen der Indoktrination, die Rolle der Lehrerschaft und die Einbindung der Ilfelder Anstalt in das Netzwerk nationalsozialistischer Erziehungs- und Herrschaftsinstrumente.

Ilfeld zwischen NAPOLA, Rüstungsstab und Zwangsarbeit – ein Ort mit doppelter Geschichte

Die Veranstaltung geht bewusst über die Geschichte der NPEA hinaus. Denn Ilfeld war nicht nur Ausbildungsstätte, sondern wurde ab 1943 zunehmend Teil der Rüstungslandschaft des „Dritten Reiches“:

  • Die Nähe zu Mittelbau-Dora und den unterirdischen Produktionsstätten der Mittelwerk GmbH verband Ilfeld direkt mit dem System der Zwangsarbeit und der mörderischen Ausbeutung der Häftlinge aus dem KZ-Komplex Mittelbau.
  • Die Stabsbaracke im Pfarrgarten, die Direktion, technische Leitung der Mittelwerk GmbH sind Beispiele

Diese Zusammenhänge werden im Anschluss an die Filmvorführung gemeinsam beleuchtet. Die Diskussion bietet Raum für Fragen, historische Einordnung und die Auseinandersetzung mit der Verantwortung, die aus dieser Geschichte erwächst.

Warum diese Veranstaltung heute wichtig ist

Die Neanderklinik Harzwald steht heute für Fürsorge, Gesundheit und menschliche Zuwendung – ein bewusster Gegenpol zu den Idealen und Strukturen, die hier einst herrschten. Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist ein Beitrag dazu, diesen Wandel sichtbar zu machen und die Erinnerung an die Opfer des Systems wachzuhalten.

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich für regionale Geschichte, Zeitzeugnisse, pädagogische Aufarbeitung und die Verbindung zwischen lokalen Orten und übergeordneten historischen Prozessen interessieren.

Einladung

Die Neanderklinik Harzwald lädt herzlich ein, an diesem Abend teilzunehmen, den Film zu sehen und gemeinsam mit Dr. Roche und weiteren Gästen über die Geschichte Ilfelds bis 1945 ins Gespräch zu kommen.

 

Datei: Ilfeld 1900.jpg, Nordhausen-Wiki, gemeinfrei

NPEA Ilfeld – NordhausenWiki

Ilfeld um 1900 - Heutige Neanderklinik Harzwald

036331 350
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